Meine Karte von Mexiko-Stadt, Santo Domingo, Schwelm

Schülerinnen und Schüler der Q1 untersuchten in Ihren Facharbeiten ihre Fragestellungen mit ArcGIS Online

Einige Schülerinnen und Schüler der Q1 arbeiteten zur Erstellung ihrer Facharbeiten in Geographie mit dem Geoinformationssystem ArcGIS Online. So konnten sie eigene Karten zu ihrem Thema erstellen und diese in Strory Maps präsentieren.

Im Folgenden werden die Themen kurz vorgestellt und Links zu den Karten und Story Maps angegeben. In den Karten kann außerdem Vieles angeklickt werden und die Karte kann gezoomt oder verschoben werden, einfach ausprobieren!

Erica Steffin beschäftigte sich mit der Entwicklung Santo Domingos, der Hauptstadt der Dominikanischen Republik, indem sie eine Karte zur sozialräumlichen Gliederung der Stadt erstellte, die man hier sehen kann.

Zudem ging sie in einer Story Map der Frage nach, welche typischen Entwicklungen einer lateinamerikanischen Stadt wiederzufinden sind, hier zu sehen. 

Jonas Lüdtke untersuchte seine Heimatstadt und ging der Frage nach, welche sozialräumlichen Disparitäten in Schwelm zu finden sind, warum dies so sein könnte und welche Lösungsmöglichkeiten es gibt. Zur Untersuchung zweier sehr unterschiedlicher Viertel sammelte er vor Ort mit dem Smartphone Daten mit der Anwendung Survey123 und erstellte daraus eine Karte, die hier zu sehen ist (Link folgt).

Auch Melina Tschierse untersuchte den Nahraum, indem sie sich mit der Produktion und dem Verkauf lokaler Lebensmittel beschäftigte. Dabei orientierte sie sich an einem Konzept der Stadt Vancouver und der Übertragbarkeit auf Schwelm und Umgebung. Als Ergebnis ist eine sehr detaillierte Story Map mit Karte entstanden, welche über die lokalen Möglichkeiten zur Lebensmittelversorgung informiert, was hier zu finden ist.

Nach Mittelamerika zog es thematisch auch Marvin Schäfer, der sich mit der Entwicklung einer der größten Städte der Welt, Mexiko-Stadt, auseinandersetzte. Dazu erstellte er eine Karte, die sich mit der sozialräumlichen Gliederung der Stadt auseinandersetzt. Diese ist hier zu finden Unter Inhalt sind mehrere Layer („Kartenschichten“) aus- oder einzublenden, je nachdem für welches Thema man sich interessiert.

Text: M. Bergmann

DIE MATHEMATIK-OLYMPIADE

Die Mathematik-Olympiade ist ein freiwilliges Angebot für Kinder, die Spaß an Mathe haben. Es gibt unterschiedliche Aufgaben für verschiedene Altersstufen und andere Zeitvorgaben. Die erste Mathematik-Olympiade war im Jahre 1960. Dieses Jahr findet sie schon zum 60. Mal statt. Es gibt sie ab der 3. bis zur 13. Klasse. Wir, Maja und Merle, sind beide Schülerinnen der 5. Klasse und haben beide dieses Jahr das erste Mal teilgenommen. Die Aufgaben sind schwer und knifflig und sie sind so nicht im Lehrplan enthalten. Es gibt vier Runden, in denen man sich jeweils für die nächste Runde qualifizieren kann: Schulrunde, Regionalrunde, Landesrunde, Bundesrunde. 

Wir waren sehr aufgeregt und darauf gespannt, was uns erwartet. Nach dem wir die Aufgaben gemeistert haben, waren wir sehr erleichtert. Seit dem Tag warten wir gespannt auf unsere Ergebnisse und würden uns freuen, wenn wir es in die nächste Runde geschafft haben. 

Hier noch eine Knobelaufgabe für Euch aus der diesjährigen Schulrunde:

Dieses Jahr ist eure Chance vorbei, aber seid ihr nächstes Jahr dabei?

Maja Günther und Merle Reiermann 

Human Rights – Jetzt reicht’s!

Warum Menschenrechte ein Menschenrecht sind

Am 10. Dezember 2020, dem internationalen Tag der Menschenrechte, rief die „Amnesty AG für Menschlichkeit“ des Märkischen Gymnasiums Schwelm unter Leitung von Florian Eisenburger und Nese Bakir wiederholt zum Briefmarathon der Organisation Amnesty International auf.

Dieses Jahr wirkten auch die Zusatzkurse Sozialwissenschaften des Abiturjahrgangs des MGS bei dem Projekt mit.

In den vorausgegangenen Unterrichtsstunden diskutierten die Schülerinnen und Schüler mit ihrer Lehrerin Sarah Fäuster eingehend über die allgemeine Erklärung der Menschenrechte und deren Geltungsbereich aber auch über die bis heute andauernden Menschenrechtsverletzungen in vielen Ländern der Welt.

Dazu schrieben sie Briefe an Opfer, um ihre Solidarität zu zeigen und an die jeweiligen Regierungen, um diese wachzurütteln. Gut sichtbar waren diese Briefe quer durch das Atrium des Gymnasiums gespannt(siehe Foto). Zudem riefen die Schülerinnen und Schüler die gesamte Schulgemeinschaft dazu auf, am Donnerstag schwarzgekleidet in die Schule zu kommen, um einerseits ein Zeichen gegen Menschenrechtsverletzungen zu setzen und andererseits Solidarität mit all den Aktivisten zu zeigen, die sich weltweit für den Kampf für Menschenrechte engagieren.

An vorbereiteten Stellwänden der Amnesty AG konnte sich alle Schülerinnen und Schüler über Menschenrechte und deren Verletzungen informieren. Außerdem lagen Vorlagenbriefe und Petitionen aus, die von der Schülerschaft unterschrieben werden konnten.

Auch weiterhin hat man jederzeit die Möglichkeit, unter www.Amnesty.org Briefe zu schreiben, und sich somit für Gerechtigkeit einzusetzen.

Sarah Fäuster

Unsere Luftballonaktion

Am Dienstag, den 29.9.2020, startete Herr Rauer, unser Deutschlehrer, mit uns, der Klasse 5d des MGS, eine Luftballonaktion. 

Der Grund dafür war unser aktuelles Deutschthema „Briefe schreiben“, das wir mit etwas Spaß verbinden wollten. Alle Schüler hatten im Deutschunterricht vorher Zeit, ihren Brief am Computer zu schreiben.

Schließlich war es soweit: Herr Rauer brachte das Ballongas und die Luftballons mit und füllte sie mit Helium auf dem Neubauschulhof auf. Wir befestigten unsere (laminierten) Briefe daran und machten uns bereit. Mehrere Schüler und Herr Rauer schossen Fotos. 

Endlich gingen wir alle auf den kleinen Sportplatz, zählten von zehn herunter und ließen die Ballons steigen. Es sah toll aus, so viele bunte Luftballons am Himmel schweben zu sehen! 

Bisher ist nur (oder immerhin) eine Postkarte zurückgekommen (aus der Nähe von Gummersbach), während alle anderen 28 Kinder immer noch gespannt auf eine Antwort warten…

Janna Däumer, Klasse 5d 

Félicitations!

Wir gratulieren ganz herzlich den Delf-Kanditat*innen aus dem vergangenen Schuljahr zu ihrer erfolgreich abgelegten Prüfung: 

Niveau A1: 

Mia Allermann

Isabel Duscha

Lotta Hammerschmidt

Ece Keskin

Charlotte Mrosek

Lana Österlein

Amna Omerovic

Johanna Sommerfeld 

Flemming Voshage 

Niveau A2: 

Magalie Bansemir 

Zeren Core

Felix Großbudde 

Maike Haumann

Carlotta Koberg

Ria Liedtke 

Julia Matveeva

Darika Orn Ly 

Sam Prinz

Dominique Rößner 

Anabel Brüggendieck, Katrin Gironda und alle anderen Französisch­lehrer*innen des MGS

Märkisches Gymnasium Schwelm mit sozialem Engagement für das Klima – Auch Bürgermeister pflanzte Apfelbaum

Bei herrlichem Sonnenschein pflanzten Schülerinnen und Schüler des Märkischen Gymnasiums Schwelm jetzt auf dem Schulgelände mit tatkräftiger Unterstützung von Schwelms neuem Bürgermeister Stephan Langhard sogenannte „Klimabäume“. 

„Ich verfolge seit langer Zeit Euren Einsatz für das Klima“, wandte sich Stephan Langhard direkt an die Schülerinnen und Schüler. Die Kontinuität dieser Arbeit lobte er mit den Worten: „Daher weiß ich, dass Eure Arbeit nicht nur symbolhaft ist, sondern auf Dauer angelegt“. Er selber griff auch zum Spaten und pflanzte einen Apfelbaum.

Mit dem Projekt „Schwelm forstet auf“ engagieren sich die Schülerinnen und Schüler schon längere Zeit unter der Leitung ihres Biologielehrers Alexander Schäfer für den lokalen und globalen Klimaschutz. Das Projekt „Schwelm forstet auf“ verbindet Klimawandel auf lokaler Ebene mit lokalem Handeln und zugleich globalem Denken. Dabei gehen die Schülerinnen und Schüler neue Wege, denn sie bieten Informationen und Wissen an und stellen auch aktiv ihre eigene Arbeitskraft und ihre Freizeit für das Projekt zur Verfügung. 

Im Frühjahr wurde das Projekt bereits mit dem ersten Platz der AVU-Krone 2020 ausgezeichnet. Das Preisgeld wurde zum Teil direkt wieder in die Pflanzung der Klimabäume und insektenfreundlicher Stauden investiert.

„Schwelm forstet auf“ wird dankenswerterweise auch von außerschulischen Partnern betreut und finanziell unterstützt. Einige Partner begutachteten am Freitagnachmittag die Erfolge der ersten Pflanzaktion und halfen ebenfalls mit Spaten und Gießkanne beim Einpflanzen.

„Wir freuen uns, dieses Engagement der jungen Menschen zum Schutz unseres Klimas zu unterstützen. Das ist ein wichtiger und sicherlich nachahmenswerter Beitrag, den die Schule hier leistet“, lobte Yvonne Peterwerth, Leitung Communications & Public Affairs Bayer Wuppertal, die Arbeit des Projektkurses.

Durch eine Veränderung der innerstädtischen Pflanzbestände soll über Jahre hinweg ein Mehrwert für die Stadt, die Region und auch global geleistet werden. Das Projekt besteht aus mehreren Säulen: dem Pflanzen von Klimabäumen auf dem Schulgelände, der Gestaltung von insektenfreundlichen Privatgärten und Firmengeländen und dem Schutz des Regenwaldes. Es verbindet theoretische Hintergründe mit dem praktischen Einsatz der Schülerinnen und Schüler auf regionaler und globaler Ebene. Die Schülerinnen und Schüler wollen ihre Heimat bewahren und aktiv die Zukunft mitgestalten, um dadurch den Folgen der klimatischen Veränderungen über Generationen (von Schülern) hinweg entgegenzuwirken. 

Durch den Klimawandel gibt es schon jetzt stärkere Abnahmen an Niederschlagsmengen und eine vermehrte Ausbreitung von Neobiota (inkl. Pilzen, Baumschädlingen…). Durch die Modernisierung z. B. von Kanalrohren und der Zunahme an versiegelten Flächen im Stadtgebiet werden Bäume vermehrtem Stress ausgesetzt. Auch die Verbreitung von sogenannten Steingärten oder Kirschlorbeer-Hecken in heimischen Gärten stellen Probleme für die schützenswerte Flora und Fauna unserer Heimat dar. Diese Problematik betrifft die Gesundheit, die Umwelt und das Wohnen in Schwelm. 

Ausgehend vom Schulgarten des Märkischen Gymnasiums Schwelm als Keimzelle des Projektes soll die Heimat (auch für Bienen, Vögeln, …) bewahrt werden, und es soll den Herausforderungen des Klimawandels auf regionaler Ebene entgegengewirkt werden. 

Deshalb bieten die Schülerinnen und Schülern nicht nur eine Beratung für mögliche Bepflanzung in Privatgärten an, sondern auch ihre aktive Hilfe und Unterstützung beim Pflanzen. Die Gartenbesitzer(innen) müssen lediglich die Kosten für Pflanzen und Material tragen. Gerade für ältere Bürgerinnen und Bürger oder für Menschen ohne einen „grünen Daumen“ kann dies ein Anlass für eine Umgestaltung – gepaart mit einem Umdenken – sein. 

Eine detaillierte Darstellung mit weiteren Informationen zum Projekt „Schwelm forstet auf“ findet sich auf der Homepage des MGS und über Instagram: schwelm.forstet.auf. Anfragen oder Anregungen können auch direkt per Email an Herrn Schäfer gerichtet werden: SC@mgs-mail.de

Neuland: Ausstattung der Stufe 8 mit iPads

Durch Spenden gefördert: Schülerinnen und Schüler freuen sich
über modernste digitale Technik – Nutzung bis zum Abitur  

Das Märkische Gymnasium Schwelm misst seit Jahren der medialen Bildung einen hohen Stellenwert bei. Nicht zuletzt, weil die Lebenswirklichkeit der Schülerinnen und Schüler heutzutage durch die intensive Nutzung digitaler Medien geprägt wird. 

Im Blick auf die spätere berufliche Praxis sind digitale Kompetenzen unerlässlich – die Berufswelt stellt hohe Anforderungen im medialen Bereich. Diese Kompetenzen müssen bereits in der Schule grundgelegt werden. Der sichere Umgang mit Programmen zur Recherche, Textverarbeitung, Tabellenkalkulation und Präsentation wird bei Schulabgängern als selbstverständlich vorausgesetzt. Ebenso schärfen die Schülerinnen und Schüler bei der Arbeit mit digitalen Medien im Unterricht ihre Wahrnehmung über Gepflogenheiten im Netz und erweitern ihr Urteilsvermögen.

Digitale Medien stellen nicht nur eine technische Weiterentwicklung dar, sondern beinhalten auch einen hohen didaktischen Mehrwert. Digitales Lernen ist daher nicht die digitalisierte Form der bisherigen Unterrichtspraxis, sondern ermöglicht ein individuelleres, selbstbestimmteres und auch kreativeres Lernen in einem kontrollierten Rahmen. 

Seit Dezember 2018 stehen dem Märkischen Gymnasium Schwelm zwei Koffer mit jeweils 16 iPads zur Verfügung. Ihr Einsatz wurde schon in zahlreichen Unterrichtsstunden erprobt.

Mit Beginn des Schuljahres 2020/2021 wagt das Märkische Gymnasium einen ganz neuen Schritt, nämlich die gesamte Jahrgangsstufe 8 als „iPad-Stufe“ einzuführen. Die Lehrkräfte planen und gestalten ihren Unterricht so, dass die iPads in einer didaktisch und pädagogisch reflektierten Art und in angemessenem Umfang eingesetzt werden, ohne dass dabei jedoch die Einübung der klassischen Kulturtechniken vernachlässigt wird.

Die Auswahl der jetzigen Jahrgangsstufe 8 als erster „Tablet-Stufe“ der Schule hat vor allem einen pragmatischen Grund: Die Haltbarkeit eines in der Stufe 8 angeschafften iPads beträgt bei pfleglicher Behandlung die restliche Schulzeit bis zum Abitur. Das MGS plant darüber hinaus sukzessive alle Jahrgänge als „Tabletklassen“ zu führen.

Die Erziehungsberechtigten kaufen und bezahlen die iPads, die Verwaltung übernimmt die Schule – zumindest für den Teil, der die Schule als Lernraum betrifft. Sobald die iPads im WLAN der Schule angemeldet werden, greifen auch die Sicherheitseinstellungen der Schule. Verlassen die Schülerinnen und Schüler den Einzugsbereich des MGS, greifen wieder die Einstellungen der Schülerinnen und Schüler bzw. deren Eltern.

Die Einbindung in die digitale Infrastruktur der Schule und die kontinuierliche Administration der Geräte wird von der IT-Abteilung der Stadt Schwelm und einem Administratorenteam aus Lehrkräften des MGS durchgeführt. Die Beschaffung und Anbringung der digitalen Präsentationflächen in den Klassenräumen erfolgten bereits in den Sommerferien. 

Da die Finanzierung der kostenintensiven Technik durchaus für manche Eltern ein Problem darstellen kann, entschied sich die Schule, den Weg der Beschaffung mit Unterstützung des Fördervereins zu gehen. In einigen Fällen wurde die Anschaffung mit einer Beteiligung der Hälfte der Kosten unterstützt, in manchen Fällen konnte der Förderverein den gesamten Betrag beisteuern. Neben zwei großzügigen Spenden von Schwelmer Firmen über zusammen 5.000 Euro konnte sich der Förderverein vor allem über einen Beitrag von 8.000 Euro von der Städtischen Sparkasse zu Schwelm freuen. 

Aus diesem Anlass besuchte der Vorstand der Städtischen Sparkasse zu Schwelm, Michael Lindermann und Johannes Schulz, sowie der Vorsitzende des Fördervereins der Schule, Dr. Uwe Klossowski, das Märkische Gymnasium, um sich vor Ort über den Einsatz der iPads zu informieren. Schülerinnen und Schüler der Klassen 8b und 8e berichteten aus dem laufenden Unterricht von ihren Erfahrungen im Umgang mit den iPads und präsentierten Unterrichtsergebnisse auf den digitalen Boards. 

„Wir freuen uns sehr, dass wir mit einer Geldspende an den Förderverein des Märkischen Gymnasiums die Ausstattung der diesjährigen Jahrgangsstufe 8 bis zu deren Abitur mit iPads unterstützen konnten“, erläuterte Sparkassenvorstand Michael Lindermann, „denn das Lernen digitaler Kompetenzen ist der richtige Weg in die berufliche Zukunft der jungen Menschen.“ 

„Aber bitte spielt weiter“ – erste Schulkonzerte des MGS seit Corona

Das Orchester und der Instrumentalkreis des Märkischen Gymnasiums Schwelm luden am vergangenen Freitag und Samstag zu den ersten Schulkonzerten seit Ausbruch der Corona-Pandemie ein. Unter dem Motto „Je ne parle pas français, aber bitte spielt weiter!“ präsentierten sich die Schülerinnen und Schüler unter Leitung ihres Musiklehrers Henrik Weiß mit einem Programm rund um das Thema Frankreich. 

Zur Eröffnung brachte der Instrumentalkreis (Jahrgangsstufen 6-8) Klassiker wie Offenbachs berühmten „Can Can“, Bizets „Farandole“ sowie das bekannte Chanson „La Vie en Rose“ von Édith Piaf zu Gehör. Als Intermezzo spielte ein 7-köpfiges Cello-Ensemble ein Arrangement des Songs „Viva la Vida“ der Band Coldplay. Das Orchester (Jahrgangsstufen 9-Q2) nahm die Zuschauer danach mit einem Medley aus „Les Misérables“ zunächst mit in die Welt des revolutionären Frankreichs. Der furiose Beginn ging den Musikern dabei genauso leicht von der Hand wie die Innigkeit der Songs „I Dreamed a Dream“ oder „On My Own“. Bei der Musik zu „König der Löwen“ konnten die Schülerinnen und Schüler sodann unter Beweis stellen, dass sie auch afrikanische Beats souverän beherrschen. In der Anmoderation des Stückes „I just can’t wait to be king“ wurde deutlich, dass auch das Schulorchester selbst seinen verschobenen Auftritt schon lange sehnsüchtig erwartet hatte. Mit der Musik zum Film „Die Schöne und das Biest“ entführten die Musiker die Zuhörer in die Welt des französischen Märchens. Zum Abschluss rückte mit dem „Phantom der Oper“ noch einmal die Pariser Opéra in den Fokus des Programms. In dem facettenreichen Musical-Medley zeigten die Schülerinnen und Schüler sowohl den Reichtum ihrer klanglichen Nuancen als Orchester als auch die besondere Qualität einzelner Solisten, was beides vom Publikum mit Begeisterung aufgenommen wurde. 

Dass es in diesem Jahr überhaupt noch ein Konzert geben würde, war dabei lange Zeit in der Schwebe. Während zum traditionellen Temin im Juni noch nicht daran zu denken war, ließen die Lockerungen für Großveranstaltungen seit September erste Hoffnung auf ein Schulkonzert zu. Probenarbeit und Organisation mussten aber dennoch nach den Sommerferien anlaufen, um im September präsentable Ergebnisse vorlegen zu können. Somit wurde der Nachsatz des Mottos: „… aber bitte spielt weiter!“ schon beinahe zu einer programmatischen Eigenmotivation. 

Musiklehrer Henrik Weiß bemerkte dazu: „Ich bin stolz auf das Engagement und die Leistung der Schülerinnen und Schüler. Sie haben binnen sieben Wochen durch zahlreiche Extra-Proben unter erschwerten Bedingungen die Arbeit eines Vierteljahres und einer ausgefallenen Probenfahrt aufgeholt.“ Besonders herzliche Worte sprachen am Samstag noch die diesjährigen Abiturienten aus, die sich dafür bedankten, dass nach vielen entgangenen Abiturfestivitäten wenigstens ihr Abschiedskonzert in annähernd gewohnter Weise stattfinden konnte.

Darüber hinaus musste in der Vergangenheit für kein Schulkonzert so viel im Vorfeld geregelt werden, das nicht mit Musik zu tun hatte: Die Erstellung eines Hygienekonzeptes und dessen Abstimmung mit der Stadt, die Festlegung einer Höchstpersonenanzahl sowie ein detaillierter Saalplan, eine Regelung für den Kartenvorverkauf, ein Stab von Platzanweisern und natürlich ein Corona-konformer Bühnenaufbau mit Abdeckungen für Blasinstrumente und Trennwänden zwischen den Stimmgruppen. 

Dass sich der immense Aufwand letztlich gelohnt hat, zeigte die Begeisterung des Publikums, das am Ende des Tages das Gefühl hatte, einen „Hauch Normalität“ zurückgewonnen zu haben.