„Alle reden nur noch von Jamie“ und wir natürlich auch. Den Besuch des gleichnamigen Musicals im Dortmunder Operhaus werden unsere Schüler*innen der AG „SCHULE DER VIELFALT“ und des Diff-Kurses Pädagogik der Jahrgangsstufe 10 sicherlich nicht so schnell vergessen. Absolut begeistert feierten sie gemeinsam mit ihren Lehrkräften Florian Johannes Eisenburger, Aurelia Madeo-Heinemann sowie Susanne Schütte-Gerold die deutsche Erstaufführung mit Standing Ovations. Die Exkursion am 22. Juni 2026 fand im Rahmen des Pride Month statt. Der gesamte Monat ist der queeren Kultur gewidmet als Zeichen des notwendigen unermüdlichen Einsatzes gegen Diskriminierung und für Vielfalt.

Das Stück erzählt die wahre Geschichte des 16-jährigen Jamie aus Sheffield, der davon träumt, als Drag Queen aufzutreten, und dabei mit Vorurteilen, Ausgrenzung und gesellschaftlichen Erwartungen konfrontiert wird. Mit energiegeladenen Songs, emotionalen Momenten und viel Humor werden Themen wie Identität, Menschenwürde, Akzeptanz und der Umgang mit Vielfalt auf eindrucksvolle Weise auf die Bühne gebracht. Die unterhaltsame und bewegende Coming-of-Age-Geschichte ist ein Lehrstück für Toleranz, Vielfalt und Selbstakzeptanz und fördert den respektvollen Umgang mit unterschiedlichen Lebensentwürfen.

Nach der theoretischen Vorbereitung und Thematisierung im Unterricht zeigten sich die Schüler*innen tief beeindruckt von der packenden Inszenierung, der ausdrucksstarken Darstellung der Hauptfiguren und den nahezu professionellen Darbietungen gleichaltriger Darsteller*innen des namengleichens Märkischen Gymnasiums aus Iserlohn.


Der Theaterbesuch war nicht nur ein kulturelles Highlight, sondern ist eng verbunden mit der inhaltlichen Arbeit der AG „SCHULE DER VIELFALT“ und des Pädagogik-Kurses und bietet zahlreiche Anknüpfungspunkte zu Gesprächen und Reflexionen im Unterricht und den AG-Sitzungen. So resümierten einige Teilnehmende nach der Aufführung: „Ich fand es toll, wie selbstbewusst Jamie am Ende auftrat — das hat mir Mut gemacht.“ – „Die Lieder bleiben im Kopf und die Botschaft ist wichtig für unsere Schule.“ – „Ich wünsche mir, dass wir solche Aufführungen öfter gemeinsam besuchen und anschließend im Kurs darüber reden.“


