
Das Märkische Gymnasium Schwelm hat den diesjährigen Beitrag zum Holocaust-Gedenktag unter das Leitmotiv „1936: Fassade nach außen, Instrument nach innen“ gestellt. Die Stolperstein-AG entwickelte gemeinsam mit dem Projektkurs Lokalgeschichte (Q1) den inhaltlichen Schwerpunkt, Schüler*innen der 10d präsentierten die Beiträge.


In der Einführung machten Frau Buetz und Frau Hamm deutlich, warum der Blick des diesjährigen Beitrages bewusst auf 1936 fällt: Die Olympischen Spiele waren 1931 in der Weimarer Republik an Berlin vergeben worden – die NS-Diktatur übernahm dieses Erbe und machte es zur Bühne. Der vermeintliche „olympische Geist“ wurde genutzt, um sich nach außen politisch reinzuwaschen, Weltoffenheit vorzutäuschen, das Ausland zu beschwichtigen sowie im Inland Zustimmung zu organisieren. Gleichzeitig liefen Ausgrenzung, Aufrüstung, Terror, Gleichschaltung und die Vorbereitung auf den Krieg unvermindert weiter. Die leitende Frage lautete: Wie konnte diese Täuschung im Inland und im Ausland funktionieren?



Dabei wurde von den Schülerinnen und Schülern herausgearbeitet, wie Tätersprache Verfolgung verharmloste und legitimierte, politische Absichten maskierte und doch für jene sichtbar war, die kritisch blieben.



Zum Abschluss richteten die Vortragenden den Blick bewusst auf die Opfer dieser Propaganda: Schüler*innen der 10d verlasen exemplarisch für viele ungenannte Unbekannte die Namen der Menschen, deren Karrieren zerstört, die aus Sportverbänden ausgeschlossen und die schließlich im Holocaust ermordet wurden. Deutlich wurde: Auschwitz geschah nicht aus dem Nichts, es stand am Ende eines jahrelangen Prozesses aus Entmenschlichung, Entrechtung und Gewalt.

Unser Dank gilt den Schüler*innen der Stolperstein-AG, des Projektkurses Lokalgeschichte Q1 und der 10d für die Vorbereitung und Mitgestaltung der Gedenkstunde!

(Text: Susanne Hamm, AG Lokalgeschichte/Stolpersteine / Fotos: Presseteam MGS)