Trotz früher Uhrzeit und Regenwetter versammelten sich am Mittwochmorgen, den 14. Januar 2025, Schülerinnen und Schüler des Märkischen Gymnasiums Schwelm gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern der Stadtverwaltung, um ein deutliches Zeichen für Gerechtigkeit und Frieden zu setzen. Im Rahmen einer besonderen Veranstaltung auf dem Rathausplatz wurde das Kunstwerk „KRIEG IST EINE SACKGASSE“ feierlich enthüllt. Nachträglicher Anlass war der Weltfriedenstag der katholischen Kirche, der jährlich am 1. Januar begangen wird. Das Schild ist Teil der bundesweiten Aktion „Verkehrsschilder der Gerechtigkeit“ des Künstlers Johannes Volkmann, die dazu einlädt, sich für ein friedliches Miteinander starkzumachen und gesellschaftliche Verantwortung zu übernehmen.

Die Idee zur Beteiligung entstand im katholischen Religionskurs der Stufe EF des MGS unter der Leitung von Lehrerin Susanne Schütte-Gerold. Bereits im November 2025 präsentierten die Schülerinnen und Schüler das Schild erstmals zur Gedenkfeier am Volkstrauertag auf dem Friedhof Oehde. Nun hat das Schild dauerhaft auf dem Rathausplatz seinen festen Platz gefunden – als Mahnmal gegen Krieg und als Aufruf zur Gerechtigkeit für alle Bürgerinnen und Bürger Schwelms.
Begleitend zur Enthüllung des Schildes lasen die Schülerinnen und Schüler kurze Texte mit ihren Gerechtigkeitsbotschaften vor. „Mit unserer heutigen Aktion wollen wir, die Schülerinnen und Schüler des Märkischen Gymnasiums, ein dauerhaftes Zeichen für Frieden, Gerechtigkeit und Toleranz hier in Schwelm setzen. Ein Zeichen, das uns daran erinnert, dass Frieden kein Zustand ist, sondern eine aktive Entscheidung, die wir jeden Tag neu treffen müssen“, fasste einer der Schüler die Intention der Aktion zusammen.

Und eine Schülerin ergänzte weiter: „Krieg bedeutet Leid, Zerstörung und Tod. Krieg ist keine Lösung. Wir setzen heute ein sichtbares Zeichen mitten im Zentrum der Stadt für Hoffnung und eine friedliche Welt sowie für Mitarbeit und Dialog.“
Zusätzlich wurde das Schild mit einem QR-Code versehen, über den Betrachterinnen und Betrachter weitere Informationen abrufen können.


Bürgermeister Stephan Langhard lobte die Aktion der Jugendlichen und zog eine Parallele zum Anti-Krieg-Song „Russians“ des Sängers Sting: „Frieden und Gerechtigkeit sind zeitlose Botschaften. Egal, ob Sie uns als Song aus den 1980ern oder wie hier auf einem Verkehrsschild erreichen. Gemeinsam sollten wir uns immer dafür stark machen und nicht aus den Augen verlieren, dass es in jedem Krieg und auf jeder Seite immer auch um Schicksal und Leid von Menschen geht.“

Auf Anregung der Stadtverwaltung wird aus der Reihe der „Verkehrsschilder der Gerechtigkeit“ in absehbarer Zeit ein weiteres Schild im Rathaus aufgestellt. Das Schild mit der Botschaft „Respekt“ soll dann im Eingangsbereich des Service Centers einen festen Platz bekommen.
(Text: Gregor Wessely, Stadtverwaltung Schwelm / Fotos: Celine Ronge, MGS)