Stolpersteine legen Zur Erinnerung an die jüdische Familie Wassertrüdinger
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wap vom 24.11.2010
Zur Erinnerung an die jüdische Familie Wassertrüdinger
S C H W E L M. Auf Initiative der Arbeitsgemeinschaft „Stolpersteine" des Märkischen Gymnasiums Schwelm verlegt der Kölner Künstler Gunther Demnig am kommenden Samstag, 27. November, um 15.30 Uhr wieder zwei Stolpersteine in der Wilhelm Straße 25.
Hier lebte bis zur Verfolgung durch die Nationalsozialisten die angesehene Schwelmer jüdische Familie Joseph und Betty Wassertrüdinger mit ihrer Tochter Anna Adele.
Joseph Wassertrüdinger leitete die Gummiband-Fabrik Thoren, Reichert & Co. In der Hofgasse 3-5 in Schwelm. Nach der Reichspogromnacht geriet die Familie in die Fänge des nationalsozialistischen Terrorregimes. Joseph Wassertrüdinger starb nach seiner Rückkehr aus dem KZ Oranienburg im Juli 1939 in Schwelm. seine Frau Betty blieb als eine der letzten Schwelmer Juden in der Stadt, musste aber die Wohnung in der Wilhemstraße verlassen und in das Judenhaus" an der Bahnhofstraße umziehen.
Von dort wurde sie 1942 nach Theresienstadt deportiert und verstarb dort im Lager 1943.
Die Arbeitsgemeinschaft „Stolpersteine" des Märkischen Gymnasiums bedankt sich bei allen Sponsoren, Zeitzeugen und Helfern, die die Steinverlegung möglich gemacht haben und möchte alle Interessierten und Bürger herzlich zu der Steinverlegung einladen.