Reifezeugnis in Christuskirche überreicht

Quelle: 
Westfalenpost vom 10.07.2017

Abschlussmotto am Märkischen Gymnasium Schwelm: „Ein guter Brandy reift zwölf Jahre". Marvin Muranko schafft 1,0-Durchschnitt.

Für 85 Schüler und Schülerinnen des Märkischen Gymnasiums Schwelm ist nun ein weiterer Lebensabschnitt beendet. Nach zwölf Jahren Schule verließen die Abiturienten mit dem Reifezeugnis die Schule. Die offizielle Zeugnisübergabe fand traditionell mit einem vorherigen ökumenischen Gottesdienst in der Christuskirche statt.

Besondere Leistungen ausgezeichnet

„Ein guter Brandy reift zwölf Jahre“ heißt das Motto des diesjährigen Jahrgangs. Darum verglich Jahrgangsstufenleiter Christian Brand seinen Abiturjahrgang mit ebendiesem Getränk: „Ein guter Schnaps braucht auch seine Reifezeit, besteht aus verschiedenen Zutaten und der Umgang mit ihm ist manchmal schwierig.“ Mit der Schule verhalte es sich ähnlich. Einige Fächer bereiteten dem einen oder anderen Kopfschmerzen, wie nach ein paar Gläsern zu viel. Doch nun nach zwölf Jahren erleben die Ex-Schüler und -Schülerinnen den Genuss des Reifezeugnisses. Dieses, so erklärte die stellvertretende Bürgermeisterin Christiane Sartor, sei jedoch bei Weitem mehr als nur ein Nachweis der vielen erworbenen Kenntnisse: „Ihr habt gelernt zu lernen, Inhalte zu hinterfragen, zu prüfen, zu bewerten und eure eigene Meinung zu vertreten.“

Zu Recht zeigten sich Eltern oder Lehrer sehr stolz auf die erbrachten Leistungen der Abiturienten. Glückwünsche sprachen die Redner von allen Seiten aus. „Alle haben das Abitur mit Bravur bestanden“, freute sich auch Schulleiterin Katharina Vogt. Einige bestanden die Reifeprüfung mit herausragenden Leistungen, darunter auch Marvin Muranko mit einem Durchschnitt von 1,0. Andere überzeugten mit hervorragenden Leistungen in verschiedenen Fächern oder absolvierten das französische DELF Diplom. Für besondere Leistungen erhielten die Abiturientinnen und Abiturienten einen Buchpreis. So oder so hat jeder der 85 Absolventen in den vergangenen Jahren seine individuellen Fähigkeiten kennengelernt.

Vor allem haben sie jedoch gemeinsame Erfahrungen gemacht. „Erinnert ihr euch an euren ersten Tag am Märkische Gymnasium und an eure Aufregung?“, fragte Schulpflegschaftsvorsitzende Heidrun Liedtke und Schülersprecherin Lisa Thiel erinnerte sich an das tägliche quälende Hochsteigen der vielen Treppen und an die zahlreichen Klausuren. Aber auch auf viele schöne Erlebnisse blickten die Redner zurück. „Wichtig ist, sich gemeinsam an diese Zeit zu erinnern“, so Christian Brand. Nun beginnt ein neuer Lebensabschnitt der Abiturienten und damit stellen sich auch neue Herausforderungen. Viele wird es an die Universitäten verschlagen, andere machen ein freiwilliges soziales Jahr oder eine Ausbildung. „Wählen Sie nicht den Studiengang mit dem höchsten Einkommen, sondern einen, der Ihnen Spaß macht“, riet der Goldabiturient Prof. Dr. Martin Grötschel. Vor jeglichen Zukunftsfragen stand jedoch für die Abiturienten zunächst der große Abiball mit Familie und Freunden an. Gefeiert wurde am Sonntag in Wuppertal.