Märkisches Gymnasium kämpft um Erhalt der Schulsozialarbeit

Quelle: 
Westfälische Rundschau vom 21.11.2014
 
Schulpflegschaftssitzung mit der Politik
 

Schwelm. Das Märkische Gymnasium in Schwelm will um den Erhalt der Schulsozialarbeit kämpfen und veranstaltet am Dienstag, 25. November, ab 18 Uhr eine außerordentliche Schulpflegschaftssitzung, zu der auch die Fraktionsvorsitzenden der Schwelmer Ratsfraktionen und des Kreistages eingeladen sind. Außerdem werden Schüler- und Lehrerrat erscheinen sowie Eltern und Lehrer. Bei dieser Sitzung wird auch eine Unterschriftensammlung übergeben werden.

Die Schulleiterin Katharina Vogt betont, dass der Kämmerer der Stadt, Ralf Schweinsberg, am 30. September in der Sitzung des Schulausschusses darüber informiert habe, dass die Kreisverwaltung nur noch bis Mitte 2015 Haushaltsmittel zur Finanzierung der Schulsozialarbeit zur Verfügung stellen könne. Die Fortführung der Schulsozialarbeit sei nicht im Haushaltsetat-Entwurf 2015 enthalten.

Unterschriftensammlung

Auf der Lehrerkonferenz am 13. November hat sich das Kollegium des MGS einstimmig dafür ausgesprochen, für den Erhalt der Schulsozialarbeit am MGS zu kämpfen. Die Schulleiterin erklärt, dass „die Schulsozialarbeit einen integrativen Beitrag für das Gelingen der schulischen Ausbildung darstellt.“ Sie biete Hilfe sowohl bei Lernschwierigkeiten als auch bei sozialen Problemen. Alleine im Zeitraum April 2013 bis März 2014 habe es 451 Einzelgespräche gegeben. Aber nicht nur die persönliche Beratung sei ein wertvoller Bestandteil der Schulsozialarbeit.

Wichtig bei Inklusion

Vor allem vor dem Hintergrund der Inklusion sei die Schulsozialarbeit wichtig, so Vogt. Sie erklärt, dass es in Schwelm im kommenden Schuljahr 23 Schüler mit sonderpädagogischem Unterstützungsbedarf gebe, die in die Sekundarstufe I übergehen werden. Da es in Schwelm nur noch zwei Schulen mit dem Angebot einer fünften Klasse in der Sekundarstufe I gebe, seien Schwierigkeiten vorgezeichnet. Vogt: „Das Angebot von lediglich zwei Schulen mit einer aufsteigenden Sekundarstufe I trägt auch zu einer zunehmenden Heterogenität innerhalb der Schülerschaft der beiden Schulen bei, die wiederum eine intensivere Beratung bei kognitiven und sozialen Problemen sowie Maßnahmen zum sozialen Lernen unabdingbar macht.“

Die außerordentliche Schulpflegschaftssitzung findet im Lehrerzimmer, Raum M106, im Atrium, statt.