Jungen und Mädchen der Klasse 7c des MGS sind die „Action!Kidz"

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Westfälische Rundschau vom 18.11.2010

Schwelm. Einen Cent für jeden Regentropfen - das wäre was. Stattdessen treibt der Regen die „Action!Kidz" unter die Markise der Buchhand­lung Köndgen und in den Durchgang zwischen Sparkas­se und Café - da ist es wenigs­tens trocken.

Die „Action!Kidz", das sind die Schüler der 7c des Märki­schen Gymnasiums, lassen sich vom schlechten Wetter nicht entmutigen. Stattdessen krempeln sie die Ärmel hoch und sammeln in der Fußgän­gerzone weiter Spenden, ver­kaufen Waffeln, Kaffee, Selbst­gebasteltes und Trödel, alles für den guten Zweck. Denn hinter „Action!Kidz" - Kinder gegen Kinderarbeit" steckt eine bundesweite Aktion der Kindernothilfe. Das gesam­melte Geld fließt in ein Projekt gegen ausbeuterische Kinder­arbeit.

Und schon vor dem Start der Aktion in der Fußgängerzone waren die Schüler emsig unter­wegs. Marlene (11) und Sophie (12) sind mit „Action!Kidz-Shirt" und Spardose um die Häuser gezogen und haben Spenden gesam­melt. „Jeder hat sich gerne überreden lassen, was zu geben", sagt Marlene. Andere haben das Laub auf den Bür­gersteigen zusammengefegt und dafür etwas bekommen. „Wir wollten nicht nur sam­meln, wir wollten dafür auch etwas tun", sagt Klassenlehre­rin Ulrike Scheidgen.

Die Arbeit lohnte: 700 Euro sind bis jetzt zusammenge­kommen, den Erlös aus den Aktionen in der Fußgängerzo­ne noch nicht eingerechnet. Die 7c ist übrigens die einzige Klasse des MGS, die an der Aktion teilnimmt. Die Idee dazu hatte Jonathan (12), der mit seinem ehemaligen Klas­senkamerad Vincent ein Pla­kat malte und die Aktion sei­ner Klasse vorstellte. Damals ging es noch um ein Patenkind in Brasilien. „Das haben wir dann aber aus den Augen ver­loren, weil es aus der Einrich­tung, in der es mit der Familie lebte, wieder weggezogen ist", erklärt die Klassenlehrerin. In diesem Jahr unterstützt die Klasse die Aktion direkt.