Heinemanns finale Abi-tour
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Heinemanns finale Abi-tour
Bernd Richter
Schwelm. „96 von 96 haben das Abitur, 28 eine 1 vor dem Komma. Darauf bin ich stolz, darauf könnt Ihr stolz sein.“ Stufenleiter Wilfried Heinemann war die Freude darüber anzumerken, dass er am Ende seiner „finalen ABItour“ all seine Schützlinge zu einem guten Ende ihrer Reise führen konnte. Denn nicht nur für die 96 jungen Damen und Herren, die am Samstag in der Christuskirche aus den Händen des Direktors des Märkischen Gymnasiums, Thomas Daub, ihre Reifezeugnisse in Empfang nehmen konnten, hatte die Feierstunde etwas Endgültiges. Für den beliebten Stufenleiter war es der achte und auch letzte Abi-Jahrgang, den er in den 36 Jahren als Lehrer betreuen durfte. Ende des Schuljahres geht Wilfried Heinemann in Ruhestand.
Ihm zu Ehren hatte der diesjährige Abi-Jahrgang auch sein Motto gewählt: „Heinemanns finale ABItour 2011 – Machen wa Schluss jetzt!!!“ In einer kurzweiligen Rede gratulierte Wilfried Heinemann seiner Stufe („Das ist Euer Tag“) zur bestandenen Reifeprüfung, erinnerte sie aber auch daran, dass mit der Schulentlassung das Lernen nicht vorbei sei. „Aus der Bildung wird am heutigen Tag keiner entlassen“, so Heinemann, um sie dann als „bekennender Schalker“ und Ruhrgebietler mit einem „Glückauf“ ins Nachschul-Leben zu entlassen.
Anerkennende Worte hielt auch Bürgermeister Jochen Stobbe für die frischgebackenen Abiturienten parat. „Ihr dürft stolz sein auf Euch und das Erreichte.“ Nach Tipps für den weiteren Lebensweg schloss er mit einer Bitte: „Bleiben Sie unserer Stadt verbunden, erweitern Sie ihre Erkenntnisse und bringen Sie diese Erkenntnisse anschließend in unsere Stadt zurück.“ Schulpflegschaftsvorsitzender Dr. Markus Wiethoff bewies Humor, als er in seinem Rückblick auf die Schulzeit das Thema Pubertät ansprach: „Pubertät ist immer die Zeit, wo die Eltern, nicht die Kinder, komisch werden.“
Aus dem Nähkästchen plauderten die Abiturientinnen Nhu Ong und Hannah Danowski. Stellvertretend für ihren Jahrgang sparten sie mit Dank nicht nur für alle, die ihnen bis zum Abi hilfreich zur Seite gestanden haben, sondern erinnerten auch an die „legendäre“ Skifreizeit in Hohentauern und das „Menscheln“ in der Stufe.
Für den für alle spannendsten Moment der Entlassfeier stand Schulleiter Thomas Daub. Nachdem er sich „warm geredet“, der Ev. Kirchengemeinde Schwelm für die zur Verfügungsstellung der Christuskirche für die Entlassfeier und den von Prälat Janousek und Pfarrer Schröder gehaltenen ökumenischen Gottesdienst Dank gesagt hatte, ging es an die Zeugnisausgabe. 29,2 Prozent dieses Jahrgangs hätten eine 1 vor dem Komma stehen. Einen „traumhaften Schnitt“ bescheinigte der Direktor der Jahrgangsbesten Annika Richter und ihrer Freundin Monika Kerckhoff, die fast punktgleich einen Notendurchschnitt von 1,0 im Zeugnis stehen haben. „Behalten Sie uns in guter Erinnerung“, rief er den scheidenden Schülern zum Abschied zu.
Zum Gelingen der Entlassfeier trug auch das Orchester des MGS unter Leitung von Hannelore Gansczyk mit seinem profihaften Auftritt bei.
Fotos (2): Bernd Richter
