Hannover-Messe : Praxisübung mit Gummibärchen
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Hannover/Schwelm. Die Möwe der Firma Festo ist eine der medialen Sensationen der vergangenen Tage – einfach, weil sie so wirklichkeitsgetreu fliegt. Dabei ist sie nur ein Roboter. Nun kreist sie auf der Hannover-Messe über den Köpfen von zahlreichen Schülern aus Schwelm, Gevelsberg und Ennepetal, die erstaunt den Blick zum Dach der Messehalle richten und ihrem Flug gebannt folgen.
Dass sie dieses Wunderwerk der Technik am Mittwoch in der niedersächsischen Metropole hautnah erleben konnten, haben sie der Südwestfälischen Industrie- und Handelskammer zu Hagen zu verdanken.
Die organisierte, unterstützt von den Wirtschaftsjuniorenkreisen und dem Kunststoff-Institut Lüdenscheid, zum vierten Mal für diesmal 30 Schulen, sprich 1350 Schüler der Jahrgangsstufen 10, 11 und 12 aus dem Ennepe-Ruhr-Kreis, Hagen und dem Märkischen-Kreis in 28 Bussen eine Fahrt zur weltgrößten Industriegüterschau. Ziel war es, dem Nachwuchs die Faszination Technik und deren Berufsfelder nicht theoretisch, sondern äußerst praktisch zu vermitteln.
Anfassen und ausprobieren war ausdrücklich erlaubt. Das lernten die Schüler schnell, als sie sich nach der Begrüßung durch Vertreter der SIHK in kleinen Gruppen unter Anleitung von sogenannten Guides auf in die Messehallen machten. Viel Geduld war gefragt beim gläsernen Kasten des Unternehmens Renold – es produziert Ketten, Kupplungen und Getriebe. Mithilfe eines Stahlarms konnten kleine Tüten mit Gummibärchen auf ein Förderband gelegt werden und wanderten daraufhin schnell in die Münder der Schüler. Eine spielerische Demonstration von Antriebstechnik. „Ich finde hier alles sehr interessant. Man erhält so viele Eindrücke von Firmen. Die sind wirklich nicht alltäglich“, schwärmt Sebastian Wolfertz vom Märkischen Gymnasium Schwelm.
Ausgiebiges Stöbern über eine Messe mit solch enormen Dimensionen, das ist für viele Schüler ein absolutes Novum. Spannende Erfindungen werden allemal gezeigt, wie ein mit Strom betriebenes Rennmotorrad, das man bei voller Fahrt mit 200 Stundenkilometern lediglich durch einen Windhauch bemerkt, weil nicht die geringsten Motorengeräusche zu hören sind.
Was es benötigt, um solche Dinge später selbst erschaffen zu können, erfuhren die Schüler in den sogenannten „TectoYou“-Hallen. Hier warteten zahlreiche Tipps zu Ausbildungs- und Studienmöglichkeiten. Auch die SIHK bot vor Ort eine Berufsberatung an. „Es war schon sehr informativ“, sind sich Kevin Becker und Garret Fütterer vom Gevelsberger Gymnasium einig und loben besonders die freundliche Beratung in den „TectoYou“-Hallen.