Grimm(e)s Märchen

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Westfälische Rundschau vom 6.7.2010

Schwelm. „Es war einmal." Mit diesen Worten beginnen unzählige Märchen über Hexen, Fabelwesen und sons­tige Gestalten. Und unter „sonstige Gestalten" fällt wohl auch alles, was sich in der ext­rem freien Märcheninterpreta­tion „Grimm(e)s Märchen - Stirb an einem anderen Tag" des Literaturkurses am Märki­schen Gymnasium Schwelm tummelt.

Wie verwunschene Frösche, die auf Quark stehen, eine sehr maskulin wirkende Hexe, die das Hänsel mit Burgern einer Fastfood-Kette mästet oder ein dealendes Rotkäppchen. Ihr bester Kunde: der böse Wolf. Wer auch sonst? Und mitten­drin sind da noch drei Zwerge auf der Suche nach einem Gegenmittel, um Schneewitt­chen von ihrer Vergiftung zu heilen. Dann noch eine Prise von Tolkiens Herr der Ringe, kräftig umrühren und heraus kam ein Stück, das seine Pre­miere in der Schulaula feierte. Mit Lachgarantie.

Die Kursteilnehmer mach­ten dabei nicht nur die Büh­nenbretter unsicher, sondern kümmerten sich auch um jeden Handschlag, der hinter der Bühne und drumherum gemacht werden musste. Von den Kostümen bis hin zur Regie, von der Maske bis zum Bühnenbild.

Der Titel kommt übrigens nicht von ungefähr, und nicht nur die Gebrüder Grimm und der Titel eines Bond-Streifens waren Namensgeber. Lehrerin Sandra Grimme ist die Prin­zessin auf der Erbse des Kurses - oder einfach die Leiterin - und stellte das Stück zusam­men mit ihren Schülern auf die Beine.