Das Märkische Gymnasium Schwelm marschierte gestern mit selbst gebautem Modell des Altbaus im Heimatfestzug mit

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Westfälische Rundschau vom 6.9.2010

Schwelm. Jonglierend und fröhlich lachend reihten sich die Schüler des Märkischen Gymnasiums in den Heimatfestzug ein. Sichtlich stolz marschierten sie neben ihrem Wagen, auf dem das Modell ihrer Schule zu sehen war, her. „Es hat uns einen riesen Spaß gemacht" rufen sie, ehe sie nach dem langen Umzug erschöpft ihren Heimweg antreten.

Zum ersten Mal war das Märkische Gymnasium in die­sem Jahr beim Heimatfestzug mit von der Partie. Rund 20 Schüler konnten Wolfgang Miletzki, sein pensionierter Kollege Jörg Haar und Schul­leiter Thomas Daub für das Projekt aktivieren.

In einer früheren Projektwoche war die Front des heutigen Modells bereits entstanden. Auch damals unter der Leitung von Miletzki und Haar. Lange Zeit hatte man das Altbaumodell im Foyer der Schule ausgestellt, bis es auf­grund von Brandschutzaufla­gen in den Keller verbannt wurde.

Hier fand es nun Schulleiter Daub und hatte mit seinen Kollegen die Idee, das Projekt für den Heimatfestzug wieder aufleben zu lassen.

„Es soll den Gedanken symbolisieren, dass das Märkische Gymnasium sich in die Stadt integriert", so Schulleiter Tho­mas Daub.

Mit viel Herzblut baute das rund 20-köpfige Team in den letzten vier Wochen jeden Tag an seinem Modell. Darunter Schülerinnen und Schüler aus den Klassen fünf, sechs, sie­ben, dreizehn und der Zirkus­AG. Es mussten Bretter zugeschnitten werden, das Grund­gerüst verschraubt werden und kleine Fensterrahmen und Türen gebaut werden. Dann bekam das Modell noch den passenden Anstrich. Fer­tig. Ein tolles Gefühl nach der harten Arbeit, wie sich alle Beteiligten einig waren.

Den Wagen, auf dem das Modell stand und den Trecker stellte Thomas Daub zur Ver­fügung. „Traktoren sind meine Leidenschaft. In gemeinsamen Freistunden mit Wolf­gang Miletzki haben wir an dem Wagen gewerkelt und ihn fit für den Umzug gemacht", erzählt der Schulleiter.     

Bei dem Umzug quer durch die Stadt ernteten die Wagen­bauer vom Märkischen Gym­nasium nun den Lob für ihre Arbeit. „Die Resonanz von den Zuschauer war durchweg positiv. Ich bin richtig stolz auf meine Schüler", freute sich Thomas Daub.

Auch in Zukunft plant das Gymnasium an den Heimat­festumzügen teilzunehmen. Langfristig soll eine Arbeitsge­meinschaft gegründet werden, die jedes Jahr einen neuen Wagen baut.