Austauschschülerin Isabela Cintra hospitiert am Helios-Klinikum

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Westfälische Rundschau vom 1.3.2011

Brasilianerin liebt die Kälte und den Winter

Schwelm. Aus tropischen Gefilden direkt ins Westfäli­sche: Diese weite Reise hat die Brasilianerin Isabela Cintra auf sich genommen - weil sie Europa mag und so gerne Deutsch spricht.

„Die Sprache ist einfach toll", sagt die Austauschschü­lerin - so toll, dass sie in den sechs Monaten ihres Aufent­haltes in Schwelm gelernt hat, fast fließend Deutsch zu spre­chen. Im Moment jedoch drückt die 17-Jährige gar nicht die Schulbank, sondern macht eine Hospitanz am Helios-Kli­nikum in Schwelm - und bringt damit südamerikani­sches Temperament in die Vielzahl von Praktikanten und Hospitanten, die dort regelmäßig in den Kranken­hausalltag reinschnuppern dürfen.

Denn Medizin ist etwas, was die junge Frau aus dem Bun­desstaat Espirito Santo im Südosten Brasiliens besonders interessiert: „Ich kann mir gut vorstellen, später Ärztin zu werden." Und als sie dann während ihres Austausch-Jahres in Deutschland erfuhr, dass es hier üblich ist, ein Berufs­praktikum zu absolvieren, stand ein Krankenhaus ganz oben auf ihrer Wunschliste. Dem Rotart' Club, ihrer Aus­tauschorganisation, sowie ihrer Schule war dieser Wunsch Befehl. Sie baten um einen Platz für Isabela - einer Bitte, dem das Helios-Klini­kum gerne nachkam. 

Insgesamt zwei Wochen durfte Isabela Cintra nun in verschiedene Fachabteilun­gen an der Dr.-Moeller-Straße reinschnuppern. „Ich war unter anderem schon in der Medizinischen Klinik, auf der Geburtsstation, in der Zentra­len Notaufnahme und in der Kinderklinik", zählt die 17­Jährige, die während ihres Austauschjahres in einer Schwelmer Gastfamilie wohnt, auf. Was ihr dabei besonders gut gefallen habe, will sie dabei gar nicht sagen. „Es hat mir alles gut gefallen, alle waren sehr nett zu mir. Ich konnte mir viel anschauen, mir haben alle ganz viel erklärt", das sei sehr interes­sant gewesen, berichtet sie von ihren Erfahrungen.

Isabela Cintra wird nun noch bis Juli in Schwelm blei­ben und dort die 11. Klasse des Märkischen Gymnasiums besuchen - Zeit genug, von hier aus auch noch die Umge­bung zu erkunden: „Ich mag die Städte hier, Düsseldorf und Köln zum Beispiel. Meine absolute Lieblingsstadt in Deutschland ist aber Berlin", so die Brasilianerin. Und auch wenn sie dauerhaft nicht in Deutschland wohnen will, „im Studium möchte ich für ein oder zwei Semester noch ein­mal wiederkommen", plant Isabela - am liebsten im Win­ter, „ich finde es toll, wenn es hier so kalt ist und Schnee liegt!"

Im Helios-Klinikum absolvie­ren pro Jahr über 100 Schüler und Berufseinsteiger ein Prak­tikum oder eine Hospitanz in den unterschiedlichen Berei­chen des Krankenhausbetriebs von der Pflege bis zum Marke­ting. „Wir freuen uns, dass wir jedes Jahr einer großen Anzahl junger Menschen bei der Inter­essens- und Berufsfindung hel­fen können. Das liegt uns am Herzen", so Klinikgeschäfts­führer Alexander Holubars.

Foto: privat