Hausaufgabenkonzept

Hausaufgabenkonzept MGS 2016

 

I.       Hausaufgabenerlass

 

Hausaufgaben müssen aus dem Unterricht erwachsen und zu ihm zurückführen.

 

Hausaufgaben sollen dazu dienen:

  • etwas zu wiederholen, einzuprägen und zu üben
  • etwas zu vertiefen und zu erweitern
  • etwas in neuen Situationen anzuwenden
  • etwas nachzuschlagen und zu klären
  • etwas eigenständig zu erarbeiten
  • etwas auszuprobieren

Sie können auch zur Ergänzung des Unterrichtsstoffs dienen (Referate o.ä.).

 

Hausaufgaben müssen in Schwierigkeit und Umfang die Leistungsfähigkeit der Schülerinnen und Schüler berücksichtigen und von diesen selbstständig, d.h. ohne fremde Hilfe in angemessener Zeit gelöst werden können.

 

Dazu müssen

  • die Hausaufgaben eindeutig und klar gegebenenfalls schriftlich formuliert werden
  • die Schülerinnen und Schüler entsprechend der jeweiligen Altersstufe Ratschläge zur Durchführung erhalten
  • die Schülerinnen und Schüler mit den notwendigen Arbeitstechniken und zur Verfügung stehenden Hilfsmitteln vertraut gemacht werden

 

Es empfiehlt sich die Aufgaben nach Leistungsfähigkeit, Belastbarkeit und Neigung zu differenzieren.

 

Umfang der Hausaufgaben

  • der Umfang der Hausaufgaben soll so bemessen sein, dass Samstage, Sonntage und Feiertage arbeitsfrei bleiben
  • Findet am Freitag Nachmittagsunterricht statt, dürfen keine Aufgaben für Montag gegeben werden
  • An Tagen mit Nachmittagsunterricht werden keine Hausaufgaben für den folgenden Tag gestellt

 

Die folgenden Arbeitszeiten sollen nicht überschritten werden:

  • Für die Klassen 5 - 7: täglich 60 Minuten
  • Für die Klassen 8 und 9: täglich75 Minuten

Die jeweils angenommene durchschnittliche Bearbeitungsdauer wird ins Klassenbuch eingetragen, sodass ein Überblick über die Hausaufgabenmenge insgesamt ensteht.

 

Hausaufgaben sollen regelmäßig überprüft und ausgewertet werden.

 

Allgemeine Prinzipien:

  • Kontrolle und Besprechung ohne großen Aufwand
  • Regelmäßige Kontrolle der Hausaufgaben durch den Lehrer bezüglich Inhalt und Form
  • Information über individuelles Leistungsvermögen der Schüler
  • Information über Arbeitsverhalten der Schüler
  • Rückmeldung über eigenen Unterricht
  • Erkennen von Problemen und Eingehen auf die Probleme
  • Hausaufgaben werden in der Regel nicht zensiert

II.      Konkretisierung

 

Für die Lehrerinnen und Lehrer bedeutet dies:

 

  • Beim Stellen der Hausaufgaben orientieren sie sich in der Regel an der „mittleren Leistungsfähigkeit“ der Schülerinnen und Schüler einer Klasse. Im Gespräch mit Schülern und Schülerinnen und Kollegen und Kolleginnen und aufgrund der Rückmeldungen von Eltern überprüfen sie immer wieder, ob Schwierigkeitsgrad und Umfang der Hausaufgaben angemessen sind.

      [vgl. hierzu auch 2.3.: Differenzierung und Punkt 4: Überprüfung und Kontrolle ]

  • Sie weisen von Zeit zu Zeit auf Sinn und Zweck von Hausaufgaben hin.
  • Sie geben von Zeit zu Zeit. an, wie lange die Schülerinnen und Schüler für eine Aufgabe benötigen sollen und tragen diese Zeiten im Klassenbuch ein.
  • Sie stellen die Hausaufgaben vor Ende der Stunde und geben den Schülern und Schülerinnen Gelegenheit zu Rückfragen.
  • Mindestens im ersten Halbjahr der Stufe 5 werden die Hausaufgaben schriftlich gestellt, d.h. an die Tafel geschrieben.
  • Ab Stufe 6 werden die Schülerinnen und Schüler dazu angehalten, die Hausaufgaben in eigenen Formulierungen zu notieren.
  • Sie achten darauf, dass die Schüler und Schülerinnen die Hausaufgaben sofort notieren.
  • Hilfen zur Durchführung der Hausaufgaben  und Arbeitstechniken lernen die Schülerinnen und Schüler in der Einführungsphase in der 5 kennen:

      -  Gestaltung des Arbeitsplatzes und Arbeitsmaterialien

      -  Zeitplanung

      -  Grundlagen der Heft- oder Hefterführung

      -  Umgang mit Problemen bei den Hausaufgaben

  • Arbeits- und Lerntechniken werden in Unterrichtseinheiten zum eigenverantwortlichen Arbeiten und in den Fachstunden wiederholt und erweitert (z.B. Lerntechniken).
  • Die Lehrer und Lehrerinnen geben den Schülern und Schülerinnen positive Rückmeldung zu ihren Hausaufgaben und ermutigen sie bei Problemen.

 

 

Für die Schülerinnen und Schüler bedeutet dies:

 

  • Hausaufgaben sind ein wichtiger Bestandteil des selbst organisierten Lernens.
  • Die Schülerinnen und Schüler sind verpflichtet ein Hausaufgabenheft zu führen. Wichtig ist eine Vereinbarung dazu, zu welchem Termin die Hausaufgaben eingetragen werden. Sinnvoll ist, dass die Hausaufgaben bei dem Tag eingetragen werden, bis zu dem sie erledigt sein soll. Dies erleichtert den Überblick über das, was noch bis zu einem bestimmten Datum fertiggestellt werden muss.
  • Über die Art des Heftes und der Heftführung werden die Schülerinnen und Schüler in der Einführungsphase informiert.
  • Die Schüler und Schülerinnen sind verpflichtet, Hefte bzw. Hefter ordentlich zu führen.
  • Sie sind verpflichtet die Hausaufgaben regelmäßig und sorgfältig zu erledigen.
  • Sie sollen die Hausaufgaben eigenständig erledigen. Oft ist aber auch die Arbeit mit Mitschülern und Mitschülerinnen sinnvoll.
  • Sie sollen Mut und Bereitschaft zum Nachfragen bei Unklarheiten oder Schwierigkeiten bei der Erledigung der Hausaufgaben entwickeln.
  • Sie sollen die Hausaufgaben ohne störende äußere Einflüsse bearbeiten

 

Für die Eltern bedeutet dies:

 

  • Sie sollen so weit möglich für einen zeitlichen und räumlichen Rahmen sorgen, der ihrem Kind ein ungestörtes konzentriertes Arbeiten ermöglicht.
  • Sie sollen ihr Kinde durch Ermutigung und Anteilnahme an dessen Arbeit für die Schule unterstützen.
  • Sie sollen das selbstständige Arbeiten ihres Kindes unterstützen.  Sie sollen es ermutigen beim Lehrer oder bei Mitschülern oder Mitschülerinnen nachzufragen. Sie sollen sich nicht als „Hilfslehrerinnen“ oder „Hilfslehrer“ ihrer Kinder verstehen.
  • Sie sollten mit den Kindern Regeln erarbeiten, dazu wann, wo und wie die Hausaufgaben gemacht werden.
  • Sie können den Lehrerinnen oder Lehrern durch kurze Notizen (im Heft oder Hefter ihres Kindes) Rückmeldungen über Schwierigkeiten ihrer Kinder mit den Hausaufgaben geben.

 

 

Als Möglichkeiten zur Differenzierung bei Hausaufgaben bieten sich an:

 

  • Im Anspruch unterschiedliche Aufgaben für starke und schwache Schülerinnen und Schüler bzw. im Niveau unterschiedliche Aufgaben zur Auswahl.
  • Zusätzliche (freiwillige) Übungsaufgaben für Schülerinnen und Schüler, die zusätzlichen Übungsbedarf haben.
  • Freiwillige ergänzende Hausaufgaben je nach Interesse der Schülerinnen und Schüler, etwa in Form von Referaten o.ä.

 

 

 

 

III     Umgang mit Problemen bei den Hausaufgaben

 

Fehlende oder unvollständige Hausaufgaben

  • Hausaufgaben werden in der Regel nicht benotet. Wurden die Hausaufgaben ohne Grund nicht angefertigt oder vergessen, gilt dies aber als nicht erbrachte Leistung.
  • Schüler und Schülerinnen, denen die Hausaufgaben ganz oder teilweise fehlen, teilen dies ggf. unter Mitteilung der Gründe zu Beginn der Stunde mit.
  • Die Hausaufgaben werden zur nächsten Stunde nachgemacht.
  • Fehlten die Hausaufgaben mehrfach ohne Grund, werden die Eltern benachrichtigt.
  • Über häufig fehlende Hausaufgaben eines Schülers oder einer Schülerin informieren sich die Lehrerinnen und Lehrer einer Klasse gegenseitig, um Defiziten in der Arbeitshaltung gezielt entgegen wirken zu können.

 

Zu umfangreiche oder zu schwere Hausaufgaben

  • Empfinden Schülerinnen und Schüler Hausaufgaben als zu umfangreich oder zu anspruchsvoll, suchen sie oder der Klassensprecher / Klassensprecherin das Gespräch mit dem Fachlehrer oder der Fachlehrerin oder/und mit dem Klassenlehrer oder der Klassenlehrerin
  • Bleibt dies erfolglos, wendet sich der oder die Pflegschaftsvorsitzende an den Fachlehrer oder an den Fachlehrer.

 

 

IV. Hausaufgabenkonzept in der Erprobungsstufe (vor allem Klasse 5):

 

Hausaufgaben-Logbuch:

 

Die Schülerinnen und Schüler der Klassen 5 erhalten in den ersten Schultage ein Hausaufgaben-Logbuch für das ganze Halbjahr. Hierfür wird eine geringe Gebühr (Selbstkostenpreis) erhoben. Im 2. Halbjahr erhalten sie ein weiteres Logbuch.

In den Klassen 6 wird das Logbuch ein bis zweimal im Schuljahr für einen Monat geführt.

Bei Bedarf kann es auch später oder in anderen Klassen nochmals eingesetzt werden.

 

  • Das Logbuch enthält Spalten zum Eintragen der Hausaufgaben pro Fach und pro Tag. Daneben sollen die Schüler vermerken, dass sie die Aufgaben angefertigt haben und sie sollen eintragen, wie lange sie für die Hausaufgaben des jeweiligen Faches benötigt haben
  • Das Logbuch enthält u.a. Spalten für Kommentare der Lehrerinnen und Lehrer: Lob, Fehlen, Ordnung etc.
  • es enthält eine Spalte, in denen Eltern am Ende jeder Woche die Kenntnisnahme bestätigen müssen
  • Es enthält Raum für mögliche Kommentare und Rückmeldungen von den Eltern und Schülern
  • Es enthält eine Spalte, auf der die Anwesenheit des Kindes in der Hausaufgabebetreu-ung bestätigt wird, so dass die Eltern eine Kontrolle haben

 

Die Koordination wird durch die Klassenleitung vorgenommen:

 

  • Sammlung (mit den Schülern) der Hausaufgabenbelastung in den einzelnen Fächern und an den jeweiligen Schultagen nach den ersten Wochen
  • daraufhin Absprache mit den Kolleginnen und Kollegen, z.B. Hinweise auf besonders belastete Nachmittage
  • Besprechung von Hausaufgabenregeln in den Orientierungs- und Förderstunden
  • Kontrolle der Logbücher (z.B. in Stillarbeitsphasen)
  • In den Ergänzungsstunden bzw. Klassenleiterstunden in der ersten Woche wird ein EVA-Konzept bearbeitet. Inhalt: Hausaufgabenheft, der häusliche Arbeitsplatz, Hausaufgaben effizient erledigen

 

 

V. Hausaufgabenkonzept in der Sek II

 

  • Hausaufgaben stellen in der Oberstufe eine Form der sonstigen Mitarbeit dar. Sie bieten den Schülerinnen und Schülern die Gelegenheit selbstreguliert zu arbeiten, insbesondere langfristige Hausaufgaben ermöglichen eine individuelle Zeiteinteilung. Ein ruhiges Arbeiten in den Freistunden ist im Silentiumraum im Erdgeschoss des Altbaus möglich.  Sinn und Ziel der Hausaufgaben sind transparent. Sie bereiten Unterricht vor oder nach, bieten Übungsmöglichkeiten und die Chance, im Unterricht gut mitarbeiten zu können.
  • Da die Schülerinnen und Schüler in der Oberstufe durchschnittlich 34 Unterrichtsstunden in der Woche haben, von denen ein Teil am Nachmittag stattfindet, außerdem teilweise mit einer längeren Fahrt zur Schule umgehen müssen, wird über die Hausaufgaben offen in den Kursen gesprochen. Je nach Verteilung der Stunden in der Woche können Grundsätze festgelegt werden. In den Klausurphasen sollen Hausaufgaben möglichst reduziert sein
  • Schülerinnen und Schüler erledigen die Hausaufgaben zuverlässig. Die Lehrerinnen und Lehrer beziehen die Hausaufgaben in den Unterricht ein und geben regelmäßig Rückmeldungen.