Drehtürmodell

Worum geht es?

Mit dem Konzept des sogenannten „Drehtürmodells“, das an unserer Schule  für die neu einsetzende 2. Fremdsprache seit einiger Zeit existiert und seitdem entwickelt und ausgebaut wurde, versucht unsere Schule ein Angebot bereitzustellen, mit dem die Fähigkeiten und  Potentiale unserer Schülerinnen und Schüler geweckt und ausgebaut werden können.

Die Idee des Drehtürmodells geht auf den amerikanischen Pädagogen und Psychologen Joseph Renzulli zurück, der in den 80er Jahren ein didaktisches Konzept für Begabtenförderung entwickelte. Konkretisiert wurde der Ansatz dann am Städtischen Gymnasium Nijmegen. Das Prinzip beruht darauf, dass ein/e Schüler/in für eine vorher vereinbarte Zeit die eigentliche Lerngruppe verlässt und am Fachunterricht einer anderen Gruppe teilnimmt.

 

Wie wird das Drehtürmodell an unserer Schule realisiert?

Am Märkischen Gymnasium Schwelm wird das Drehtürmodell im Rahmen der neu einsetzenden zweiten Fremdsprache angewandt: Es besteht die Möglichkeit, ab dem zweiten Halbjahr der Jahrgangsstufe 6 zusätzlich zur bereits unterrichteten neuen Fremdsprache am Französisch- bzw. Lateinunterricht als dritter Fremdsprache teilzunehmen. Ihr Kind würde somit in der Woche zwei Stunden am Fach Latein und zwei Stunden am Fach Französisch teilnehmen. Dabei gelten folgende Absprachen:

  • Die Schülerin/ der Schüler erklärt sich bereit, den Unterrichtsstoff der jeweiligen Parallelgruppe selbstständig nachzuarbeiten.
  • Die jeweiligen Fachlehrkräfte unterstützen den Drehtürkandidaten, indem sie in zusätzlichen abgesprochenen Stunden Unterrichtsinhalte mit dem/der Lernenden nacharbeiten bzw. vertiefen. Dies erfolgt vor allem im Hinblick auf den im 1. Halbjahr der Klasse 6 vermittelten Stoff.
  • Der Schüler/die Schülerin nimmt regulär an den zu schreibenden Klassenarbeiten in beiden Fächern teil, wobei die jeweiligen FachlehrerInnen als Ansprechpartner dienen, den/die Lernende/n unterstützen und die Termine untereinander koordinieren.
  • Der/die Lernende darf sich in beiden Fächern einen Lernpartner aussuchen, der ihm/ihr alle wichtigen Unterlagen, Arbeitsblätter, usw. aus den „verpassten“ Stunden mitbringt. Die Lehrkräfte richten zudem einen eigenen Ordner ein, in dem sie wichtige Hinweise, Tafelbilder, Arbeitsblätter, usw. für die Drehtürteilnehmer abheften.
  • Das Drehtürprogramm kann jederzeit und ohne Nachteil für Ihr Kind abgebrochen werden, sollte sich etwa das Gesamtnotenbild verschlechtern. Die bisherige Erfahrung zeigt jedoch, dass sich die Drehtür-TeilnehmerInnen schnell in die neuen Lerngruppen integrieren und mit sehr guten Ergebnissen teilnehmen.
  • Die Teilnahme wird auf dem Zeugnis mit entsprechender Zensur attestiert.

 

Die Teilnahme am Drehtürprojekt unserer Schule bietet Ihrem Kind die Möglichkeit, die eigenen Fähigkeiten und Begabungen zu entdecken, zu fördern und zu vertiefen. Spaß am Erlernen einer weiteren Fremdsprache soll dabei genauso im Vordergrund stehen.