"Das frühe Aufstehen war das Schwierigste"

Vom 14.02. bis zum 28.02 absolvierten die Neuntklässler des Märkischen Gymnasiums ihr erstes Betriebspraktikum. Von Tischler über Lehrerin bis hin zum Polizeipraktikanten waren die Praktikumsplätze dieses Jahr sehr unterschiedlich gewählt. Doch letztendlich war kaum ein Schüler mit seinem Praktikum komplett unzufrieden.

 Der 14-jährige Max absolvierte sein Praktikum bei der Polizei und war restlos begeistert. „Natürlich gab es auch langweiligere Sachen, wie zum Beispiel die Theorie“, doch dafür waren die anderen Sachen umso spannender. Er durfte mit zur Kriminalpolizei, wo er bei einer Übung lernte, wie man richtig Fingerabdrücke nimmt und was es eigentlich mit der Kriminalakte auf sich hat. Doch noch interessanter als das, war für ihn das Streifefahren. Dabei mochte er vor allem die „Vielseitigkeit“. Denn neben Autounfällen passierten dabei noch viele andere Dinge. „Einmal wurde eingebrochen“, erinnert sich Max und da war die Streife natürlich sofort zur Stelle. Insgesamt kann der 14-Jährige sich keinen Praktikumsplatz vorstellen, der spannender ist als die Polizei.

In einem komplett anderen Bereich hielt Tim sein Praktikum ab. Er machte sein Praktikum beim Architekturbüro Lange. Am tollsten fand er einen Baustellenbesuch, den er bei der Brennerei Saure in Gevelsberg hatte. Denn während seines Praktikums lernte er nicht nur den Beruf des Architekten kennen, sondern lernte auch, dass es für einen Architekten wichtig ist, regelmäßig die Baustellen zu besuchen. Im Büro hatte er allerdings auch einiges zu tun. In den ersten Tagen stellte er dabei fest, dass es gar nicht so einfach ist, gerade Linien ohne Lineal zu zeichnen. Doch nachdem er das gelernt hatte, fiel ihm das Zeichnen schon deutlich leichter. Weniger gut fand er allerdings, dass er manchmal im Büro sitzen musste und nichts tun konnte.

In die Rolle ihrer Lehrer konnte sich die ebenfalls 14-jährige Franziska hineinversetzen, die zwei Wochen lang an der Grundschule Nordstadt lernte, was das Besondere und was die Schwierigkeiten bei diesem Beruf sind.

Handwerklicher ging es bei Alexander zu. Er machte sein Praktikum bei der Tischlerei „Blau und Ferfer“ in Schwelm. Dort lernte der 14-Jährige aber nicht nur wie man ein gutes und stabiles Vogelhaus baut, sondern auch bei anderen Sachen, wie Lieferungen zu helfen.

Über ein besonderes Praktikum konnte sich Björn freuen. Er bekam einen der hoch begehrten Praktikumsplätze bei Bayer. Dort konnte er unter anderem die Arbeitsvorgänge aus einem Kontrollraum heraus beobachten.

Christian ging zum Raumausstatter, wo er sehr viel lernte. „Am besten fand ich, dass ganz viele Themenbereiche in diesem Beruf zusammen kommen.“ Das war aber nur einer von vielen Gründen, warum sich Christian bei diesem Praktikum so wohl fühlte.

Neben diesen ganzen Berufen gab es aber noch viele weitere: Apothekerinnen, Köche und auch Anwälte, um nur ein paar Beispiele zu nennen. Doch insgesamt sind sich alle Neuntklässler einig: „Das Praktikum hat richtig Spaß gemacht und war dabei sogar noch lehrreich.“ Außerdem können sich fast alle der Praktikanten vorstellen diesen oder einen ähnlichen Beruf nach der Schule zu wählen. Tim zum Beispiel wird schon in den baldigen Osterferien wieder ein Praktikum beim Architekten machen. Das macht er aber nicht, weil er irgendetwas nachholen will, sondern weil der Beruf ihm einfach soviel Spaß macht, dass er noch mehr darüber erfahren und lernen will.

 

Nils Rauhaus (Klasse 9b des MGS)