Leitbild

Leitbild des Märkischen Gymnasiums als Lern- und Lebensschule

Unser Leitbild ist kein Dogma, es muss offen sein für Diskussionen und Veränderungen. Es umschreibt Ziele, die teilweise über unsere derzeitige Schulwirklichkeit hinausgehen. Damit sie zum Tragen kommen, werden im Rahmen der Entwicklung unseres Schulprogramms geeignete Maßnahmen ausgearbeitet, erprobt und institutionalisiert.

 

Unsere Schule

Das Märkische Gymnasium Schwelm ist eine moderne Schule, die auf eine über 400-jährige Geschichte zurückblicken kann. Es wird von ca. 900 Schülern besucht, die überwiegend aus Schwelm stammen. Ein nicht unerheblicher Anteil unserer Schülerinnen und Schüler kommt aber auch aus den umliegenden Städten und Gemeinden.

Da unsere Schule das einzige Gymnasium in Schwelm ist, spielt es im öffentlichen Leben und für die Stadt eine wichtige Rolle, die wir annehmen, pflegen und ausbauen wollen.

Das Märkische Gymnasium ist ein Ort des Lernens, der für unsere Schüler aber auch ein bedeutender Bereich ihres Lebens ist, an dem sie wichtige persönliche und soziale Erfahrungen machen.

Als öffentliche Institution sind wir den Prinzipien unserer demokratischen Staats- und Gesellschaftsordnung verpflichtet. Sie sind Grundlage und Rahmen eines weltanschaulichen Pluralismus an unserer Schule

 

 

 

Wir verstehen unsere Schule als

 

Ort der Bildung

 

  • an dem eine Ausgewogenheit zwischen Wissens- und Methodenvermittlung und Persönlichkeitsbildung angestrebt wird

 

Wir wählen unsere Stoffe und Methoden so aus, dass sie einerseits den Erwerb von Grundkenntnissen und die Entwicklung von Grundfertigkeiten garantieren, andererseits aber auch das Charakteristische der Fächer zum Ausdruck bringen. Sie sollen überdies geeignet sein, die Jugendlichen bei der Suche nach ihrer Persönlichkeit und nach Sinn und Orientierung in Wissenschaft, Gesellschaft und Natur zu unterstützen.

Lernen und Lehren sollen die Fähigkeit fördern, sich neues Wissen anzueignen und bewusst und selbstbewusst, kritisch und selbstkritisch mit erworbenem Wissen, mit sich selbst und mit anderen umzugehen. Wir wenden deshalb Lehr- und Lernformen an, die Eigeninitiative, Selbstständigkeit, Kritikfähigkeit, Kreativität, soziale Verantwortlichkeit und Teamfähigkeit fördern und tragen durch angemessenes und konsequentes Fordern dazu bei, dass die Jugendlichen ihre Fähigkeiten nutzen und entfalten können.

Unser Augenmerk gilt hierbei auch der Stärkung und Entfaltung der körperlichen, musisch-künstlerischen, sozialen und emotionalen Kräfte und Begabungen der Jugendlichen.

Ein wesentlicher Bereich der Persönlichkeitsbildung ist die Vermittlung und die Erörterung der Grundlagen und Prinzipien unserer demokratischen Staats- und Gesellschaftsordnung. Für uns gilt das Leitbild des mündigen, kritischen und engagierten Staatsbürgers. Im Unterricht und im täglichen Umgang miteinander soll dieses Ziel für uns maßgeblich sein. Wir wecken das Interesse für andere Völker und deren Kultur, und fördern den Austausch mit Schulen und Schülern aus anderen Ländern.

 

 

  • an dem das Denken in komplexen Zusammenhängen und das Lernen im Sinnzusammenhang gepflegt wird

 

Wir fördern die Fähigkeit, fachbezogene und fachübergreifende Sachverhalte und Probleme von wachsender Komplexität zu erkennen. Dazu vermitteln wir den Schülern Kenntnisse und Methoden, Probleme sachgemäß und zunehmend eigenständig anzugehen und Gedanken und Erkenntnisse angemessen auszudrücken.

Die Grundlage ist der Fachunterricht. Gleichwohl suchen wir auch nach sinnvollen Zusammenhängen zwischen den einzelnen Fächern bzw. blicken über die Fächer hinaus – nicht zuletzt um der wachsenden Komplexität der Wirklichkeit und des Wissens gerecht zu werden.

Das Ziel des Lernens kann nicht die bloße Anhäufung von Einzelwissen sein, Bildung sucht das Verständnis für den Zusammenhang und den Sinn gewonnener Erkenntnisse.

Für die Vertiefung und Verarbeitung braucht Lernen die nötige Zeit und Muße.

 

 

  • an dem die Lehrkräfte eine sachgerechte, fördernde und transparente Notengebung anstreben

 

Zeugnisse, Noten und Beurteilungen sind elementarer Bestandteil unseres Unterrichtes. Sie sollen aufzeigen, ob ein Schüler den vielfältigen Leistungsanforderungen und Bildungszielen gerecht geworden ist und die gesteckten Ziele erreicht worden sind. Die Lehrkräfte bemühen sich, ihre Kriterien offen zu legen und sie für Schüler und Eltern nachvollziehbar zu machen. Noten und Beurteilungen haben aber auch einen fördernden Charakter. Sie orientieren über den persönlichen Leistungsstand und geben Gelegenheit, in Gesprächen Entwicklungsmöglichkeiten aufzuzeigen.

 

 

  • an dem sich die Lehrkräfte um eine kompetente und pädagogische Beratung von Eltern und Schülern bemühen

 

In Gesprächen beraten wir Schüler und Eltern über Entwicklungsmöglichkeiten und die Schullaufbahn. Bei Lernschwierigkeiten versuchen wir zu helfen. Hierbei haben wir auch ein offenes Ohr für persönliche Probleme. Im Rahmen unserer Möglichkeiten bemühen wir uns, Schüler bei der Suche nach anderen Bildungswegen und bei der beruflichen Orientierung zu unterstützen.

 

 

Wir verstehen unsere Schule als

 

Ort der Weiterbildung

 

  • an dem die Fragen nach dem Sinn und der Qualität von Bildung und Erziehung immer wieder neu gestellt werden

 

Wichtig sind uns ein anspruchsvoller und zeitnaher Unterricht. Um ihn zu garantieren, denken wir über veränderte Lernbedingungen, Ziele, Inhalte und Methoden nach. Dabei versuchen wir, Mängel zu beheben und Neues zu erproben. In kollegialen Gesprächen und in den schulischen Gremien erörtern wir Probleme und Neuerungsvorschläge und streben an, Übereinstimmung herzustellen.

 

Das MGS hat sich mit dem Beginn des Schuljahres 2014/2015 in den Prozess Inklusion begeben. Unser Ziel ist es hierbei, jeden Schüler und jede Schülerin im Blick auf seine / ihre persönlichen Bedürfnisse und Ziele optimal zu fordern und zu fördern.  Ein Patentrezept für die erfolgreiche Umsetzung dieser großen Herausforderung gibt es nicht, umso wichtiger ist es uns, dass die Schule sich in diesem Zusammenhang als lernende Organisation begreift. Insbesondere im Kontext der Inklusion setzen wir auf:

- Kleine Lerngruppen

- Kleine und gut fortgebildete Lehrerteams

- Regelmäßige Teamsitzungen der in der Klasse unterrichtenden Lehrer/innen

- Differenziertes Lehr-, Lern-, und Fördermaterial

- Konsequente Förderplanung

- Frühe Förderung motorischer Grundfähigkeiten

- Langfristig angelegte Berufsorientierung

- Gut ausgestattete und mit Nebenräumen versehene Lernräume

 

 

 

 

  • an dem Schulleitung, Lehrkräfte, Eltern und Schüler der Entwicklung unserer Schule großes Gewicht beimessen

 

Die Entwicklung unserer Schule ist Aufgabe aller Beteiligten. Unser Ziel ist es, Bewährtes mit Neuem in einen sinnvollen Zusammenhang zu bringen. Wir fassen und tragen Beschlüsse und Vereinbarungen gemeinsam.

Dabei nutzen und suchen wir Gestaltungsfreiräume, um Lehren und Lernen an unserer Schule zu profilieren und zu verbessern. Wichtig sind uns ein kooperatives und vertrauensvolles Miteinander, gegenseitige Information und ein verantwortliches Ausfüllen von Leitungs- und Entscheidungskompetenzen.

 

 

 

Wir verstehen unsere Schule als

 

Ort der Begegnung und Zusammenarbeit

 

  • an dem das Zusammenleben von Offenheit, Toleranz und gegenseitiger Anerkennung und Wertschätzung geprägt ist

 

Schüler, Eltern und Lehrer begegnen sich im Geist der Offenheit füreinander, des wechselseitigen Respekts, der Fairness, Toleranz, Rücksichtnahme und Hilfsbereitschaft. Kritik und Widerspruch sind erwünscht, wenn sie sachlich vorgetragen werden und einen konstruktiven Beitrag zur Beseitigung von Missständen und zur Verbesserung der Verhältnisse darstellen. Dazu gehört auch Zivilcourage. Alle Beteiligten bemühen sich in ihrer Kritik und bei Konfliktlösungen um das direkte, sachliche, offene und ehrliche Gespräch.

 

 

  • an dem unsere Ziele, Werte und Prinzipien auch gelebt werden

 

Im täglichen Umgang miteinander postulieren wir unsere Ziele, Werte und Prinzipien nicht nur, sondern fühlen uns vielmehr verpflichtet, sie auch zu leben – bis in den Unterricht hinein. Trotz der begründeten und in der Institution angelegten Rollen- und Kompetenzunterschiede und daraus resultierender Konflikte ist das Miteinander an unserer Schule grundsätzlich an den Prinzipien der Partnerschaftlichkeit und der Gewaltfreiheit orientiert.

 

 

  • an dem alle Beteiligten solidarisches Denken und Handeln anstreben

 

Gegenseitige Achtung, freundlicher Umgang miteinander und Anerkennung von Arbeit und Leistung sind Grundlagen unseres Miteinanders. Dabei werden die durch Vereinbarungen und Regeln gesetzten Rahmenbedingungen zum Nutzen aller von allen respektiert. Auf dieser Grundlage haben bewusst gelebte Verschiedenheiten und Gegensätze Platz in unserer Schule und sind eine Bereicherung.

 

 


 

  • an dem Schul- und Klassenklima gepflegt werden

 

Schulisches Lernen vollzieht sich in sozialen Zusammenhängen, die gelebt und erlebt werden. Die Gemeinschaft ist also Lern- und Lebensraum. Wir fördern und organisieren deshalb Aktivitäten und Veranstaltungen, die die Gemeinschaft stärken.

Die Schul- und Klassengemeinschaft fordert jeden zu sozial verantwortlichem Handeln auf, sie bietet aber auch den Raum, individuelle Stärken und Standpunkte zu entwickeln und produktiv in die Gemeinschaft einzubringen.

Wie an jedem Ort, wo Menschen zusammenarbeiten, sind Konflikte unvermeidlich und Ausdruck lebendiger Auseinandersetzung. Ein transparenter und verantwortungbewusster Umgang mit Konflikten nutzt dem Einzelnen und der Gemeinschaft gleichermaßen.

 

 

  • an dem das Verbundensein mit der Schule und dem Schulort ein Ziel ist

 

Wir fördern und unterstützen Aktivitäten, die die Verbundenheit aller am Schulleben Beteiligten, aber auch unserer Ehemaligen mit unserer Schule zum Ausdruck bringen. Zu diesem Zweck organisieren wir auch regelmäßig verschiedene Veranstaltungen und Anlässe, die identitätsstiftenden Charakter haben.

Für unser Schulgebäude und Schulareal tragen wir besondere Sorge. Sie sind nicht nur Lern- und Arbeitsort, sondern auch Lebensraum und Umwelt. Pflege und Nachhaltigkeit sind darum wichtige Prinzipien. Unser Lebensraum Schule soll auch schön sein und soll zeigen, dass Lernen und Bildung Sinn und Wert haben. Dafür sollen alle Beteiligten in ihrem Bereich Verantwortung tragen.

Als Schule im Ort suchen wir Kontakt zum örtlichen Umfeld. Es soll auch in unserer Schule Thema sein. Wir gewähren Raum für die Diskussion aktueller politischer und gesellschaftlicher Probleme und streben an, wichtiger Teil des Schwelmer Kulturlebens zu sein.